Labadie-Test

Der Labadie-Test ist ein Messverfahren, das zur Quantifizierung der inspiratorischen Atemwegsobstruktion (Verlegung insbesondere der oberen Atemwege bei der Einatmung) verwendet werden kann.

Der Test besteht in der Messung der forcierten inspiratorischen Vitalkapazität (FIVC). Die FIVC ist das Lungenvolumen, dass nach maximaler Expiration (Ausatmung) mit einem Mal forciert eingeatmet werden kann.

Der Labadie-Test wird im Rahmen der spirometrischen Untersuchung der Lungenvolumina durchgeführt und ist somit Teil der Diagnostik auf dem Gebiet der Pulmonologie (Lungenheilkunde).

Jedoch handelt es sich bei dem Labadie-Test um ein Verfahren, das heute nur noch selten Anwendung findet.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Der Labadie-Test wird im heutigen klinischen Alltag kaum noch verwendet, jedoch sind inspiratorische Atemwegsobstruktionen ein unverzichtbares Anwendungsbeispiel. Dazu sei genannt:

Beidseitige Recurrensparese – Der Nervus laryngeus recurrens ist ein Nerv, der die für die Stimmlippenbewegung zuständigen Muskeln innerviert und so an der Stimmbildung beteiligt ist. Wird dieser Nerv auf einer Seite verletzt, führt dies zur Heiserkeit, die auf die verminderte Beweglichkeit innerhalb des Kehlkopfes zurückzuführen ist. Werden die Nerven beidseitig beeinträchtigt, kann dies zu Atemnot führen.